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Prof. Dr. Martin Gröger
 


 


 

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Idee und Ziele

Im FLEX findet Lernen nicht über die, sondern in der Lebenswelt bzw. in der Natur statt.

Dabei ändert sich die Perspektive von bloßer „Vermittlung“ von „Natur“-Wissenschaft bei der Betrachtung isolierter Laborphänomene und idealisierter Theorie über technisch zugerichtete Natur (wie häufig im Unterricht) hin zum Erleben und Erkennen von Naturwissenschaft bei einem authentischen Lernen in der Natur und an der Natur anhand lebensweltlicher und gleichermaßen natur- und naturschutzbezogener Aspekte.

Auf diese Weise bieten sich Chancen, die Wunschvorstellung Wagenscheins (siehe Kasten) beispielhaft umzusetzen und Gelegenheiten zu geben, die lebensweltliche Nähe vieler Phänomene unmittelbar „wahr“ zu nehmen und sie nicht allein aus biologischer, sondern fächerübergreifend auch aus chemischer (physikalischer, geologischer, meteorologischer) Perspektive zu betrachten.

Bezüglich des Schulfaches Chemie geht es dabei um Stoffe, Stoffumwandlungen und Energieumsätze. Diese können Ausgangspunkte für eine alle Naturwissenschaften übergreifende Behandlung nachhaltigen Handelns bieten.

Beispiele:

Stoffe

 

 

Stoffumwandlungen

Energieumsätze

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"Lehm als nachhaltiger Werkstoff"

"CO2 im Boden – wichtig für das Klima?"

"Umweltanalytik"

"Alltagsprodukte aus Nachwachsenden Rohstoffen"

"Brennstoffzellen – Chancen im Vergleich mit herkömmlichen und regenerativen Energiequellen"

Freilich, unsere Naturwissenschaft, wie sie in den Schulen vorkommt, vorgezeigt wird, hat in diesen Schulen keine Heimat, denn sie hat keine Natur. Sie kann keine Naturwissenschaft werden, weil sie in Betonklötzen stattfindet, in Labors mit Belehrungsapparaten und Büchern mit fettgedruckten Sätzen. Also eine Wissenschaft, in der von Natur überhaupt nichts zu merken ist. Ich meine „Natur“ jetzt so, wie Kinder oder „einfache Leute“ das Wort aufnehmen. Müsste nicht eine beginnende Naturbetrachtung wenn nicht in der Natur, so doch an ihrem Rande stattfinden? Nur soviel: Waldwiese mit Bäumen, Felsen, Hügeln, Wasser (stehendes und strömendes) ein Schuppen mit allerlei „Zeug“ (Material), auch Werkzeugen, schließlich ein Raum, in dem das, was draußen ausgeführt, ausprobiert wird, vorher geplant und nachher besprochen, aufgeschrieben, gelernt wird. – Eine Vision, ich weiß. – “ (Martin Wagenschein)

Wagenschein, Martin; Buck, Peter & Köhnlein, Walter (1981): Martin Wagenschein – Ein Interview zu seinem Lebenswerk. In: chimica didactica, H. 7, S. 161-175, hier S. 169-170.


Science-Forum an der Universität Siegen
Didaktik der Chemie, Adolf Reichweinstr. 2, 57068 Siegen.